VERBUND: Ein Rotor geht in Rente

Tuesday, 24. September 2019

Das Projekt Ybbs 2020 schreitet voran: mit aufwändigem Kraneinsatz wurde das schwerste Einzelteil der Maschine, der 230 Tonnen-Rotor, ausgehoben.

 

Die heurige Etappe des Maschinentausch-Programmes Ybbs 2020 beim Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug hat die nächste Etappe genommen. Der 230 Tonnen schwere Rotor der Maschine Nr.2 wurde ausgehoben. Nach mehr als 400.000 Betriebsstunden macht er Platz für einen modernen Ersatz.

 

Beide Portalkräne waren nötig, um das schwerste Einzelteil des Maschinensatzes in Millimeterarbeit aus dem Turbinenschacht zu heben. Dabei sind nicht nur die 230 Tonnen Gewicht das Problem. Die Herausforderung besteht im engen Turbinenschacht, in dem der ringförmige Rotor eingebaut ist. Der Abstand zur Wand beträgt trotz der enormen Dimension nur 1,5 Millimeter. Daher müssen Kräne und Personal mit äußerster Präzision ans Werk gehen, um das sensible Teil nicht zu verkanten. Die Betriebsmannschaft und Kranpersonal müssen in ständiger Absprache stehen und nichts überstürzen. Mit Schublehre und Wasserwaage muss das Hilfsgestänge justiert werden, bevor die Portalkräne die gewaltige Last aufnehmen.

 

Maschinentausch Ybbs 2020 - Österreichs größte Energieeffizienzmaßnahme

Im Rahmen des Projektes Ybbs2020 wird das Donaukraftwerk fit für die Energiezukunft gemacht. Laufräder, Generatoren, Kabel und Leittechnik werden komplett ausgetauscht. Aufgrund des Aufwandes kann pro Jahr nur eine der sechs Maschinen getauscht werden. In Summe entsteht dazu eine Mehrerzeugung beim Kraftwerk von 77 Mio. Kilowattstunden, das entspricht dem Stromverbrauch von 22.000 Haushalten. Insgesamt 144 Mio. Euro investiert VERBUND in die Maßnahmen.